Erfahrungsbericht - Eniwa AG

André Gautschi/ Leiter Netzbau und Anlagen Eniwa AG gibt Auskunft über seine Erfahrungen mit Polyethylen-Rohrleitungen in der Gas- und Wasserversorgung.

Das Leitungsnetz (Wasser und Gas) von Eniwa in Aarau und Umgebung umfasst ca. 535 km Rohrleitungen (ohne Hausanschlussleitungen) mit ca. 9300 Gebäudeeinführungen. Seit 2018 wird das Rohrleitungsnetz fast ausschliesslich in PE ausgeführt. Dies beinhaltet alle Nennweiten bis d500mm.

Bei Eniwa hat man sich im Materialvergleich aufgrund folgender Kriterien für ein Leitungsnetz aus Polyethylen entschieden.

  • PE korrodiert nicht.
  • PE schneidet ökonomisch und ökologisch sehr gut ab.
  • PE ist im Vergleich «leicht». Der Gesundheitsschutz der Mitarbeiter wird dadurch ergonomisch positiv unterstützt. Auch Hebezeuge und Geräte können entsprechend klein gewählt werden.

Mit der neuen Strategie, konsequent Polyethylen als Leitungsmaterial zu verwenden, ist Eniwa AG überzeugt, insgesamt erhebliche Kosteneinsparungen zu erzielen und auch den Umweltaspekten bestmöglich zu entsprechen.

Mit Gerüchten, welche zum Beispiel die Formstabilität von PE-Rohrleitungen in Frage stellen, möchte André Gautschi gerne aufräumen. Bei fachgerechter Bettung und sachgerechter Verlegung bleiben PE-Rohre nach den Erfahrungswerten von Eniwa AG dauerhaft formstabil. Zudem können auch restwasserführende PE-Rohrleitungen mit der richtigen Systemwahl jederzeit korrekt verarbeitet werden.

Nach André Gautschis persönlicher Einschätzung, sind PE-Rohre aufgrund der vielen positiven Eigenschaften bezüglich Material, für den Leitungsbau im Trinkwasser- und Gasnetz die richtige Wahl. Einziger Wehrmutstropfen ist die fehlende Feuerfestigkeit dieser Rohre. Eniwa baut allerdings auch keine Sprinkleranlagen.

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